HIGHLIGHTS

  • Einsame Klöster mit lebendiger Meditationskultur
  • Kloster-Festival mit Maskentänzen
  • Herzliche Begegnungen mit Einheimischen in Dörfern, Schulen und Tempeln
  • Trekking durch Steinwüsten und bizarre Mondlandschaften
  • Täglich Yoga & Meditation

PROGRAMM

Erlebnis-Rundreise durchs ursprüngliche Ladakh: Buddhistische Klöster, Trekking, Yoga & Meditation

Inmitten der bergigen Steinwüsten Ladakhs gibt es immer wieder kleine grüne Oasen, in denen sich altehrwürdige Klöster behaupten. Bei dieser Erlebnis-Rundreise mit leichtem Trekking durch das nördlichste Indien sind Sie in abgelegenen Dörfern zu Gast, meditieren mit Mönchen und nehmen an einem Kloster-Festival teil. Sie haben genug Zeit, Land und Leute kennen zu lernen, und üben sich jeden Tag in Yoga und Meditation.

Ihr Programm:

Tag 1 – Ankunft in Delhi

Auf eigene Faust fliegen Sie nach Delhi, kommen nach Mitternacht an und verbringen die Zeit bis zum Weiterflug am Flughafen. Dort treffen Sie auch die Mitreisenden.

Tag 2 – Flug nach Leh

Frühmorgens fliegen Sie weiter nach Leh, das auf 3.500 Metern Höhe im Himalaya liegt. Dort werden Sie von Ihren Reisebegleitern und Karma, dem Guide für die Trekkingtour, in Empfang genommen.

Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichen Sie das Dorf Phyang. Den restlichen Tag haben Sie Zeit, sich im Haus einzurichten, anzukommen, sich umzusehen und Ihre Gastfamilie kennen zu lernen. Nach der langen Anreise und aufgrund der ungewohnten Höhe ist es wichtig, sich etwas Ruhe zu gönnen. Am Abend findet dann die erste gemeinsame Meditation statt.

Tag 3 – Im Kloster Phyang

Ihr Tag beginnt mit Yoga und Meditation. Danach lernen Sie Phyang bei einer Wanderung kennen, dessen größter Stolz das gleichnamige Kloster ist. Von Weitem sieht es mit seinem trutzigen weißen Mauern wie ein großer Palast aus, der auf einem Hügel über die Umgebung wacht. Innen erzählen bunte Wandmalereien und Statuen von buddhistischen Weisheiten. Am Abend können Sie Ihren Tag mit einer gemeinsamen Meditation ausklingen lassen.

Tag 4 – Zu Gast in einer Mönchsschule

Nach der Meditation haben Sie Gelegenheit, das Kloster aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen zu lernen. Sie besuchen die Mönchsschule und können sogar am Unterricht teilnehmen. Eine nahegelegene Mädchenschule nach dem Vorbild der dänischen Efterskole sich ebenfalls zum Besuch an. Eine tolle Chance, in Kontakt mit den Einheimischen zu treten und ihren Alltag zu teilen, um auch das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Tag 5 – Unterwegs in Leh

Heute haben Sie fast den ganzen Tag Zeit, Leh zu erkunden. Die Hauptstadt Ladakhs ist voller buddhistischer Schreine, Chörten genannt, und überall flattern Gebetsfahnen.

Lassen Sie sich durch die engen Gassen treiben und spazieren Sie über den tibetischen Handwerkermarkt. Im Anschluss wandern Sie entweder zum Shanti Stupa oder zum alten Königspalast und zum Ghonkhang-Tempel, die auf einem Hügel über der Stadt gelegen sind. Von hier aus haben Sie einen tollen Rundblick auf die Stadt und die umliegenden Täler.

Abends entspannen Sie bei Yoga oder Meditation.

Tag 6 – Stille Klöster, weite Täler – Ihr erster Trekkingtag

Nachdem Sie mit Yoga-Übungen munter geworden sind, beginnt das Trekking. Ihr Guide Karma holt Sie ab und bringt Sie über das Dorf Basgo nach Nye, wo Sie einen Tempel mit einer großen Buddhastatue im Freien entdecken werden. Überall in Ladakh ist die Frömmigkeit der Menschen zu spüren, die auch heute noch tief in ihrem Glauben verwurzelt sind.

Beeindruckend ist auch das einsame Kloster in Likir, das auf einem Hügel gelegen ist und eine 23 Meter hohe, sitzende und mit Gold verzierte Buddha-Statue beherbergt. Auf ihrem Podest wehen Gebetsfahnen in Wind, um die Gebete der Gläubigen in die Welt zu tragen.

Heute übernachten Sie das erste Mal in Zelten. Bei der abendlichen Meditation haben Sie die Gelegenheit, Ihren Geist zu sammeln und die Atmosphäre der Umgebung in sich aufzunehmen.

Tag 7 – Gehmeditation im Himalaya – Trekkingtag

Ihr Tag beginnt nicht nur mit Yoga und Achtsamkeit, sondern Sie lernen, auch die Wanderung zu einer Meditation zu machen. So verankern Sie sich in Ihrem Körper und lassen sich von Ihrem Atem tragen, während die karge Landschaft Ladakhs an Ihnen vorbeizieht.

Ständig geht es auf und ab. Nachdem Sie einen Pass bestiegen und Mittag gegessen haben, wandern Sie wieder hinab nach Yangthang. Insgesamt dauert die Tour 5 Stunden. Nachdem Sie am Zeltplatz angekommen sind, haben Sie genug Zeit, die Umgebung kennenzulernen und die einsame Bergatmosphäre zu genießen.

Tag 8 – Trekking ins abgelegenen Dorf Hemis Shukpacken – Trekkingtag

Mit sanften Dehnübungen schütteln Sie die letzte Schläfrigkeit ab, bevor Sie Ihre Tour fortsetzen. Nach 3 Stunden erreichen Sie Hemis Shukpacken. Direkt über dem Dorf befindet sich ein großer Buddha, der Friedfertigkeit und Kraft auszustrahlen scheint. Nehmen Sie sich ruhig Zeit, etwas mit ihm zu wachen. Am Abend können Sie Ihre Meditation mit der Gruppe vertiefen.

Tag 9 – Tempel- und Dorfleben – Trekkingtag

Nach dem Yoga wandern Sie in 5 Stunden bergauf und bergab nach Timosgang, einem Dorf, über dem ein schöner Tempel wacht. Hier haben Sie viel Zeit, das Dorfleben kennen zu lernen. Wenn Sie Lust haben, steigen Sie auch zum Tempel hinauf und genießen die Stille und den Fernblick. Die ruhige Umgebung hilft, die Gedanken verstummen zu lassen.

Tag 10 – Trekkingtour auf 4.000 Metern Höhe

Nachdem Sie sich im Yoga geübt haben, beginnt Ihre Wandertour, die Sie heute über einen 4.000 Meter hohen Pass führt. Der Himmel scheint hier so nah zu sein. Ein anstrengender Aufstieg und eine Wanderung über eine wunderbare Hochebene führen Sie zum Pass. Ein ergreifender Moment.

Nach 5,5 Stunden erreichen Sie schließlich das Dorf Skidigang.

Die Abendmeditation bietet Gelegenheit, sich noch mehr mit sich selbst und der Natur zu verbinden.

Tag 11 – Kloster-Festival

Im Anschluss an den morgendlichen Yoga fahren Sie durch beeindruckende Landschaften. Kurz vor Lamayuru, einem bekannten und großen Kloster, erleben Sie Moonland, eine faszinierend bizarre, steinige Mondlandschaft mit interessanten Felsformationen.

In Lamayuru nehmen Sie am großen Tempelfest teil. Sie mischen sich unter das bunte Treiben, sehen farbenprächtig bekleidete Maskentänzer, die alte Mythen lebendig werden lassen, und hören durchdringende tibetische Hörner. Manche der gläubigen Buddhisten drehen die Gebetsmühlen, andere sind in der Meditation versunken oder warten gespannt auf die nächste Darbietung. Eine gute Gelegenheit, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten.

Im Anschluss fahren Sie weiter nach Rizong. Das Kloster liegt abgeschieden am Ende des Tales am Hang und strahlt eine besondere Würde aus. Der Abt des Klosters, Shas Rinpoche, ist neben dem Dalai Lama einer der höchsten Würdenträger des Gelugpa-Ordens. Der ideale Ort also, um sich entweder alleine oder in der Gruppe ebenfalls der Meditation hinzugeben. Je nachdem, wie lange Sie in Lamayuru bleiben möchten, könnte der Klosterbesuch in Rizong auch auf den Folgetag verschoben werden.

Tag 12 – Kloster Alchi mit schönen Wandmalereien

Nachdem Sie den Tag mit Yoga begrüßt haben, geht es auf nach Alchi, zum ältesten Kloster Ladakhs. Es ist von außen unscheinbar, aber im Inneren werden Sie traumhafte Wandmalereien und Rollbilder („Thankas“) entdecken, die Buddha und Bodhisattvas in großer Vielfalt sowie Erscheinungsformen des weltlichen und spirituellen Lebens darstellen.

Im Anschluss fahren Sie nach Phyang zurück. Dort endet Ihr Tag wie immer mit Yoga oder Meditation.

Tag 13 – Puja im Kloster Thikse

Heutet stehen Sie sehr früh auf, um die Morgen-Puja (Gottesdienst) im Kloster Thikse mitzuerleben, das malerisch auf einem Hügel liegt. Hier können Sie mit den Mönchen meditieren und sich von der Kraft der Gruppe tragen lassen.

Danach besuchen Sie das Kloster Hemis, das eines der ältesten, reichsten und größten der Gegend ist und zum Weltkulturerbe gehört. Die bunten Säulen, Decken und Wände sind ein schöner Kontrast zur schroffen, steinigen Gebirgslandschaft Ladakhs. Das angeschlossene Kloster zeigt sakrale und weltliche Kostbarkeiten.

Auf dem Rückweg sind Sie bei Ihrem Trekkingguide Karma und seiner Familie zum Abendessen eingeladen.

Tag 14 – Zurück nach Leh

Nach dem Yoga fahren Sie mit dem Taxi nach Leh, um zu bummeln und versteckte Winkel zu entdecken. Wenn Sie möchten, können Sie auch ein Hilfsprojekt aus dem physiotherapeutischen Bereich besuchen. Vielleicht möchten Sie auch einige Souvenirs kaufen. Danach fahren Sie nach Phyang zurück, um sich mit einer letzten Meditation von Ladakh zu verabschieden.

Tag 15 – Indiens Hauptstadt Delhi

Frühmorgens fliegen Sie nach Delhi, wo Sie sich tagsüber im Hotel oder am Pool ausruhen oder die Stadt besichtigen können. Delhi ist bekannt für seine großen Gegensätze: Moderne, gläserne Hochhäuser, uralte, bunte Hindu-Tempel und Ruinen einst prächtiger Mogulbauten prägen das Stadtbild. Durch die Straßen schlendern Kühe an klimatisierten Taxis vorbei, während der Muezzin zum Gebet ruft und auf den Basaren exotische Lebensmittel feilgeboten werden.

Tag 16 – Abreise oder Fortsetzung Ihrer Ladakh-Rundreise

Nach Mitternacht steigen Sie in den Flieger zurück nach Deutschland, wo Sie frühmorgens ankommen. Bestimmt begleiten Sie viele schöne Erinnerungen. Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Indienurlaub aber auch verlängern und weitere Bausteine dazu buchen (s. unten). Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Ihre Reiseleiter:

Hans Peter Stückler und Andrea Euler

Ihr Reiseleiter Hans Peter ist zertifizierter Meditationsleiter sowie Entspannungspädagoge. Er ist in Kärnten aufgewachsen und entdeckte schon früh seine Liebe zur Natur. Als junger Mann schließlich zog es ihn nach Indien, um spirituelle Erkenntnisse zu gewinnen. Dort traf er seinen Lehrer S.N. Goenka und lernte von ihm die Vipassana-Meditation, die er bis heute praktiziert. Bei seiner Ausbildung zum Entspannungspädagogen konnte er weitere, nachweislich wirksame Techniken erlernen, die dem Menschen helfen, loszulassen und wieder in Balance zu kommen. Aus- und Weiterbildungen rund um Klangschalen und Gongmeditation ergänzten sein Wissen, das er stets alltagstauglich vermittelt.

Die Yogalehrerin Andrea begeisterte sich ebenfalls schon früh für die Natur. Nachdem sie sich im Autogenen Training übte, lernte sie 2007 schließlich Yoga kennen. Es faszinierte sie, dass Yoga nur zu sich selbst und nirgendwo anders hinführt. So entschied sie sich für eine 4-jährige Ausbildung und bietet heute Kurse an, die von der Krankenkasse bezuschusst werden. Mit großer Freude unterstützt sie ihre Schüler, beweglich zu bleiben und innere Ruhe zu erfahren. Ihre Klangschalenausbildung hilft ihr dabei.  Sie ist Yogalehrerin (BDY/EYU zertifiziert) und Heilpraktikerin.

 

UNTERKÜNFTE

Ursprüngliches Ladakh: Erlebnis-Rundreise mit Besuch in buddhistischen Klöstern, Trekking, täglichem Yoga und Meditation

Bei dieser Reise sind Sie in abgelegenen Regionen des Himalayas unterwegs, was sich natürlich auch auf Hygiene und Komfort auswirkt. Sie übernachten in einfachen, landestypischen, aber sauberen Pensionen oder in Zelten. Freuen Sie sich auf einen Hauch von Abenteuer!

Zunächst sind Sie in einer Familienpension untergebracht. Dort warten geräumige, sehr helle Zimmer auf Sie. Für alle Gäste stehen zwei Badezimmer und westliche Toiletten zur Verfügung. Fließend warmes Wasser gibt es ebenfalls. Strom und WLAN-Verbindung sind zwar verfügbar, fallen aber ab und zu aus.

 

Während des Trekkings übernachten Sie in Zwei-, auf Anfrage auch in Ein-Personenzelten. Wenn Sie am Campingplatz ankommen, ist Ihr Gepäck schon da – Sie müssen unterwegs nur einen Tagesrucksack tragen. Am Campingplatz können Sie neben der heimischen Toilette auch eine Sitztoilette benutzen, die in einem kleinen Zelt untergebracht ist. Morgens und abends erhalten Sie warmes Wasser in einer kleinen Faltschüssel, um sich zu waschen. Verpflegt werden Sie mit vielfältigen vegetarischen Mahlzeiten, die Sie in einem Essenszelt mit Klappstühlen zu sich nehmen. Unterwegs gibt es kein Internet, Strom höchstens ab und an auf den Zeltplätzen.

 

LEISTUNGEN

Ursprüngliches Ladakh: Erlebnisreise mit Besuch buddhistischer Klöster, Trekking, Yoga und Meditation

Preis für die Erlebnisreise 20.06. – 05.07.2019:

Pro Person für 1 Person:        1.850 Euro

Inklusivleistungen:

  • 13 Übernachtungen mit Vollpension in Ladakh (7 Übernachtungen im Gästehaus in Phyang und 6 Übernachtungen im Zelt 25.6.-1.7.)
  • Tagesaufenthalt im Doppelzimmer im Mittelklassehotel in der Nähe des Flughafens in Delhi inkl. Transfer zum Flughafen (ohne Verpflegung)
  • alle erforderlichen Transfers (häufig in Taxis)
  • Reise- und Programmleitung durch Hans Peter Stückler
  • Programm laut Reiseverlauf
  • Täglich zweimal Yoga und Meditation (ca. 2 – 3 Stunden pro Tag)
  • Eintrittsgelder, Steuern

Nicht im Preis enthalten:

  • Flug von Deutschland nach Delhi und zurück sowie der Inlandsflug von Delhi nach Leh und zurück (Flüge ab ca. 800 Euro pro Person)
  • Persönliche Ausgaben (Trinkgelder, usw.)
  • Versicherungen
  • Visa-Gebühren für Indien

Weitere zubuchbare Leistungen:

  • Versicherungen
  • Visa-Gebühren

Hinweise:

  • Anmeldeschluss: 31. März 2019
  • Teilnehmerzahl: 6, max. 10
  • Programm: Das Programm kann sich aufgrund der Witterungsverhältnisse oder anderer unvorhergesehenen Ereignisse kurzfristig ändern.
  • Yoga & Meditation: In der Regel findet morgens und abends eine Yogastunde und/oder eine Meditation statt. An manchen Tagen kann die Einheit jedoch ausfallen, zum Beispiel aufgrund der anstehenden Weiterreise.
  • Handy & Internet: In Ladakh hat Ihr Handy keinen Empfang. Über die Telefone Ihrer Gastfamilie und Ihres Guides sind Sie aber erreichbar. Mobiles Internet gibt es zwar, die Verbindung kann aber schlecht oder unterbrochen sein.
  • Wanderwege: Die Wanderwege sind zwar gut ausgetreten, manchmal aber auch steinig und steil. Es gibt aber keine sehr schwierigen Abschnitte – die Herausforderungen liegen eher in der Höhe und der direkten Sonneneinstrahlung. In der Regel sind pro Tag etwa 500 Höhenmeter zu bewältigen.
  • Voraussetzungen: Vorkenntnisse in Yoga oder Meditation sind nicht notwendig. Für die Wanderungen sind eine grundlegende Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Aber es handelt sich um leichte Trekkingwege.

 

Es gelten stets die AGB von Wainando Travel GmbH. Änderungen sind vorbehalten.

Länderinfo

Wainando - Indien

Land & Leute

Ein Urlaub in Indien gleicht einer Reise durch verschiedene Welten: Verschneite Berggipfel und ausgedörrte Wüsten, Traumstrände und dichter Dschungel – Indien ist so vielfältig wie kaum ein anderes Land der Erde. In jedem Winkel prallen Tradition und Moderne aufeinander.

Die Millionenstädte sind laut und voller Menschen. Hochmoderne Luxushochhäuser grenzen an bettelarme Slums. Auf den Straßen kommen sich Autos, Rikschas und heilige Kühe in die Quere. Verschiedenste Ethnien, Sprachen und Wertvorstellungen treffen aufeinander. Orte der Spiritualität und Geruhsamkeit, wechseln sich ab mit lebhaften Festivals. Die unzähligen Tempel und Paläste sind für uns neu und faszinierend zugleich. In den verwinkelten Gassen und turbulenten Basaren liegt der Duft von Räucherstäbchen in der Luft. Es riecht süßlich, warm, scharf und streng. Nach Erde, Früchten und Gewürzen.

Wenn Sie das erste Mal nach Indien kommen, wird Sie das Land sehr überraschen – und manchmal herausfordern: Unfassbare Armut und strenge Klassenunterschieden gehören zum alltäglichen Straßenbild. Indiens Bürokratie gleicht einem stets wachsenden Monster. Und auch die unglaublichen Menschenmassen kosten Nerven. Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken! Denn hinter all dem steckt ein pulsierendes, abwechslungsreiches und zu tiefst beeindruckendes Reiseland.

Um Indien zu begreifen, sollten Sie nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hasten, sondern sich Zeit nehmen, um sich in die fremde Kultur hineinzufühlen. Der Subkontinent ist wie ein buntes Kaleidoskop voller Farben und Gerüche. Lassen Sie sich verzaubern und entdecken Sie die schier unendlichen Möglichkeiten . Egal, ob Sie die fremde Kultur kennenlernen wollen, auf der Suche nach Erleuchtung sind oder die Reise nutzen, um zu sich selbst zu finden: Nach einer Indien-Reise behaupteten viele, nicht mehr der- oder dieselbe zu sein.

Landessprache

Hindi und Englisch gelten als offizielle Landessprache. Außerdem sind offiziell 21 regionale Sprachen anerkannt, die teilweise auch über völlig eigene Schriftzeichen verfügen.
Es kann Ihnen passieren, dass Sie in einigen Landesteilen wie zum Beispiel im Süden auf Englisch besser als auf Hindi verstanden werden. Mit einem Lächeln und ein paar freundlichen Gesten kommen Sie jedoch überall weiter.

Religionen & Spiritualität

Indien ist Schmelztiegel von Religionen und Quelle für Spiritualität. Diese spielen im Alltag der Inder auch heute noch eine bedeutende Rolle. Gläubige drängen sich in den zahllosen Tempeln, Moscheen, Kirchen und an den vielen heiligen Orten. Überall im Land stehen geweihte Schreine, die bunte Blumenkränze schmücken. Und wenn Sie Lust haben im Taxi zu meditieren oder Mantras zu singen, wird sich kein Fahrer daran stören.
Über 80 Prozent der Inder sind Hindus, etwa 13 Prozent bekennen sich zum Islam, zweieinhalb Prozent zum Christentum und zwei Prozent gelten als Sikhs. Des Weiteren prägen Buddhisten, Jainisten, Parsen, Juden und viele andere Indien.

Wenn Sie einen Hindu-Tempel in den Bundesstaaten Tamil Nadu oder Kerala besuchen möchten, müssen Sie laut aktuellen Vorschriften traditionelle indische Kleidung tragen. Männer ziehen am besten lange Hosen und ein traditionelles Dhoti-Shirt oder weite Pajamas mit Kurta oder Sherwani (knielange Hemden) an. Frauen kaufen sich am besten einen Sari, eine lange Kurta mit Pajama-Hose und Schal oder einen langen Rock mit Bluse und Schal (Pavadai Thavani). Die Verkäufer vor Ort beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Auswahl passender Kleidungsstücke.

Klima & Reisezeit

Das Klima hängt stark vom jährlichen Monsun ab. Im April, Mai und Juni liegt drückende Hitze und ermüdende Luftfeuchtigkeit über dem Land. Der Monsun wälzt sich vom Süden nach Norden. Wie schon die britischen Kolonialherren vor hundert Jahren entkommen Sie der Hitze am besten in den angenehm kühlen Bergen und dem Hochland im Süden.

In der Hauptsaison zwischen Dezember und März herrscht recht angenehmes Wetter. Im Dezember und Januar ist es im Norden kühl bis kalt, vor allem in Richtung Himalaya. Ab Februar steigen die Temperaturen in ganz Indien. Für eine Reise in den Bundesstaat Ladakh eignet sich besonders die Zeit von Juli bis Anfang September. Bergpässe und Wanderwege sind weitgehend schneefrei und die Temperaturen sind mild.

Ab Herbst ist die Luft nach der langen Monsun-Zeit sehr angenehm. Gelegentlich entleeren sich die Wolken an der Südspitze und Südostküste Indiens noch in heftigen Regenschauern. Es ist noch nicht zu heiß, der Regen hat Luft und Land reingewaschen und die ganze Blütenpracht entfaltet sich.

Zeitverschiebung

Die Indische Standardzeit (Indian Standard Time = IST) ist der Mitteleuropäischen Zeit viereinhalb Stunden voraus. Während der Sommerzeit ist der Zeitunterschied zu Deutschland nur 3,5 Stunden.

Währung & Zahlungsmöglichkeiten

Indiens Währung ist die Indische Rupie (INR). In den meisten städtischen Zentren gibt es Geldautomaten. Es ist jedoch ratsam, Bargeld oder Reiseschecks als stille Reserve mitzunehmen. An vielen Orten kann mit US-Dollar bezahlt werden. Als Kreditkarten nutzen Sie am besten MasterCard oder Visa, die unter anderem an Geldautomaten größerer Hotels und in Einkaufszentren akzeptiert werden.

Unterwegs im Land

Indien hat ein enges Verkehrsnetz aus unzähligen Bus-, Flug- und Bahnverbindungen. Fahren Sie bei dem chaotischen Straßenverkehr und den häufig dürftigen Straßen besser nicht selbst. Leisten Sie sich einen Fahrer mit Auto, was sogar für längere Strecken verhältnismäßig günstig ist.

Essen

Indiens Küche ist hervorragend und auf Grund der Größe des Landes sehr vielfältig. Vor allem Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten wie sonst in keinem anderen Land. Aber auch für Fleischesser ist bestens gesorgt.

Seien Sie vor allem an Straßenständen vorsichtig. Kaufen Sie dort nur Obst, das Sie noch selbst schälen müssen, zum Beispiel die wunderbar reifen Bananen. Verzichten Sie besser auf blutiges Fleisch. Auch von Leitungswasser raten wir dringend ab! Besorgen Sie sich besser in Flaschen abgefülltes Trinkwasser und achten Sie darauf, dass die Flaschen noch deutlich versiegelt sind!

Gesundheit

Aktuelle Empfehlungen für Impfungen und die Reiseapotheke erfahren Sie beim Auswärtigen Amt.

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indien grundsätzlich ein Visum. Mit einem deutschen Reisepass können Sie seit November 2014 bei Ankunft ein spezielles Touristenvisum erhalten. Dafür müssen Sie vor Ihrer Reise eine elektronische Reiseerlaubnis beantragen. Bitte informieren Sie sich hierzu beim Auswärtigen Amt.

Internet & Telefon

Wenn Sie sich hohe Roaming Kosten sparen möchten, besorgen Sie sich gleich nach Ankunft eine SIM-Karte für eines der indischen Handynetze. Die Karten bekommen Sie sogar gleich am Flughafen. Die Netzabdeckung ist in vielen Gebieten Indiens sehr gut. In manchen Bundesstaaten sind die Sicherheitsbestimmungen jedoch sehr hoch. Hier kann das Telefonieren mit dem Handy manchmal mehr Geduld erfordern.

WLAN finden Sie in manchen Unterkünften und in den vielen, auch in Indien sehr beliebten Coffee Shops.

Gut zu wissen

  • „Ja“ bedeutet nicht immer „Ja“. Ein Inder ist immer hilfsbereit und würde niemals eine Bitte mit einem „Nein“ ausschlagen. Bevor ein Fahrer zugibt, ein Hotel nicht zu finden, wird er lieber zehn Mal anhalten und nach dem Weg fragen.
  • Die Bevölkerung ist extrem neugierig. Die helle Haut- und Haarfarbe der Europäer fasziniert die Inder. Stellen Sie sich darauf ein, dass viele Fotos mit Ihnen machen wollen und Sie mit Fragen löchern werden.
  • Geben Sie Bettlern kein Geld auf der Straße. Sonst kann es passieren, dass sich sofort 50 andere Kinder oder Erwachsene mit offenen Händen um Sie versammeln. Spenden Sie lieber im Vorherein an eine Organisation, die dann wirklich dafür sorgt, dass das Geld gleichmäßig verteilt wird.
  • Die linke Hand gilt als unrein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit Ihrer linken Hand essen oder oder sogar jemanden begrüßen.
  • „Namaste“ heißt „Guten Tag“. Das Grußwort nutzen Sie in Indien zu jeder Tageszeit. Dazu falten Sie die Hände vor der Brust zusammen und verbeugen sich leicht.
  • Lichten Sie keine öffentlichen Gebäude ab. An Flughäfen sowie Tempeln gilt ein striktes Fotografie -Verbot.
  • Socken statt Schuhe! Bevor Sie einen Tempel oder ein Privathaus betreten, ziehen Sie die Schuhe aus. Es wäre ein Frevel, wenn der Schmutz der Straße in das Innere des Gebäudes getragen wird. Um sich nicht auf dem heißen Boden die Füße zu verbrennen, sind Socken ratsam.