HIGHLIGHTS

  • Rundreise zu wichtigen Sehenswürdigkeiten Nordindiens: In 14 Tagen sehen Sie vier verschiedene Städte, darunter pulsierende Pilgerzentren, die Hinduisten, Buddhisten und Yogis Jahr für Jahr zu Tausenden besuchen.
  • Die Hinterlassenschaften des britischen Empire erleben Sie in Kalkutta, der zweitgrößten Stadt Indiens.
  • Umgeben von indischen Pilgern besuchen Sie heilige Tempel und Ashrams in Varanansi, Rishikesh und Bodhgaya, die seit Jahrhunderten Schmelztiegel der Verehrung und der Meditation sind. Spüren Sie die Kraft dieser Orte und lassen Sie sich inspirieren!
  • Sie nehmen an traditionellen Feuerzeremonien teil und erleben Yoga und Meditation unter der Anleitung fachkundiger Lehrer.
  • Die Exotik Indiens und die zahllosen Eindrücke, die Sie jeden Tag aufnehmen, teilen Sie mit Gleichgesinnten, die mit Ihnen unterwegs sind.
  • Kolkata – Bodhgaya – Varanasi – Rishikesh – Haridwar – Delhi

 

 

PROGRAMM

Indien steht für Exotik, Inspiration und vor allem eins: Heilige Kraftorte, die seit Jahrhunderten gläubige Pilgerscharen anziehen. Diese Reise durch den Norden Indiens bringt Sie zu wichtigen Pilgerstätten, nach Rishikesh, Varanasi und Bodhgaya. Außerdem erleben Sie Kalkutta, damals wie heute ein wichtiges Handelszentrum.

Sie nehmen an traditionellen Zeremonien teil, betreten respektvoll hinduistische und buddhistische Heiligtümer und sehen Yogis, Sadhus und Priester bei ihren Übungen zu. Erleben Sie die Kraft eines Landes, das zeitlose Weisheiten hervorgebracht hat, die noch heute gelebt und zelebriert werden.

1. Tag – Ankunft in Kalkutta

Nach Ihrer Ankunft in Kalkutta, das im Nordosten Indiens gelegen ist, bringt Sie ein Guide zu Ihrem Hotel, wo Sie sich frisch machen können. Wenn Sie möchten, können Sie die Metropole am Nachmittag auf eigene Faust erkunden. Kalkutta ist eine Stadt der Gegensätze: Arm und Reich prallen hier aufeinander, britische Kolonialgebäude behaupten sich genauso wie noble Golf-Clubs, moderne Universitäten, glitzernde Einkaufsmeilen und Wellblechhütten. Kalkutta ist ein Schmelztiegel indischer Vielfalt, der immer wieder Überraschungen bereithält.

2. Tag – Yoga & Meditation erleben

Nördlich von Kalkutta liegt der Hauptsitz der Yogoda Satsanga Society, den Sie heute besuchen. Die Bewegung geht auf Sri Sri Paramahansa Yogananda zurück, einen der begnadeten Yogis, die Yoga und Meditation in den Westen gebracht haben. Umgeben von Gleichgesinnten machen Sie sich hier auf die Suche nach sich selbst, lernen zu meditieren, zur Ruhe zu kommen und Ihrer inneren Stimme zu folgen.

Im Anschluss besuchen Sie Belur Math, den Hauptsitz der Bewegung, die der große indische Heilige Ramakrishna im 19. Jahrhundert ins Leben gerufen hat. Anhänger aller Religionen kommen hierher, um den Frieden dieses Ortes in sich aufzunehmen.

3. Tag – Unterwegs in Indiens zweitgrößter Metropole

Heute führt Sie ein einheimischer Guide durch Kalkutta. Sie wandeln auf den Spuren des Britischen Empire, das in Kalkutta eines seiner Zentren errichtete, und besuchen die weiße, im gotischen Stil erbaute St. Paul’s Cathedral, einen Gerichtshof aus dem 19. Jahrhundert und St. John’s Church mit ihren antik wirkenden Säulen. Sie machen immer wieder Rast und pilgern zum Kali-Tempel „Kalighat“. Abends werden Sie zum Bahnhof gebracht, um den Nachtzug (ca. 7,5 h) nach Gaya zu nehmen.

4. Tag – Ankunft in Gaya/Bodhgaya

Nachdem Sie in Gaya angekommen sind, werden Sie zu Ihrem Hotel in Bodhgaya gebracht. Hier können Sie sich ausruhen und den Tag nach Lust und Laune gestalten. Bodhgaya ist der Ort, an dem ein junger Mönch nach entbehrungsreichen Jahren Erleuchtung fand und schließlich zum Buddha wurde. Man sagt, dieser Ort strahle so viel Kraft aus, dass jedes Gebet und jede Meditation achtmal stärker sind als anderswo. Die ideale Gelegenheit also, um erste Meditationserfahrungen zu sammeln oder zu vertiefen.

5. Tag – An den Wurzeln des Buddhismus

Im Root Institute, einem Meditationszentrum, das tibetischen Traditionen folgt, meditieren Sie und hören im Anschluss einen inspirierenden Vortrag über buddhistische Weisheiten.

Nachmittags besuchen Sie die Barabar-Höhlen, die zu den ältesten von Menschenhand gefertigten Höhlen Indiens gehören. Hier gingen Asketen ihren geheimnisvollen Übungen nach, wie uralte Inschriften noch heute zeigen.

6. Tag – Bodhgaya entdecken

Heute haben Sie den Tag zur freien Verfügung. Besuchen Sie einen der 45 Tempel, die es in Bodhgaya gibt, oder pilgern Sie zum Bodhibaum, einem Abkömmling des Baumes, unter dem Buddha Erleuchtung gefunden haben soll. Umgeben von zahllosen Mönchen, Nonnen und Laien genießen Sie die kraftvolle Atmosphäre der wichtigsten buddhistischen Pilgerstätte der Welt.

7. Tag – Feuerzeremonie in Varanasi

Am siebten Tag Ihrer Rundreise fahren Sie weiter nach Varanasi, der religiösen Hauptstadt der Hindus. Keiner weiß, wie alt diese Stadt tatsächlich ist, aber sie ist wohl die älteste durchgehend bewohnte Stadt der Welt.

Am Nachmittag besuchen Sie Sarnath, dem Ort, an dem Buddha seine erste Lehrrede hielt, die später in eine der hiesigen Steine eingemeißelt wurde. Hier steht ein uralter, grasbewachsener Grabhügel, der die sterblichen Überreste Buddhas enthält. Am Abend nehmen Sie an einer Zeremonie teil, die dem Feuergott Agni gewidmet ist, und von Musik und eindrucksvollen Gesängen begleitet wird. Sie sind mitten unter gläubigen Hindus, wenn tausende Butterlampen angezündet werden und auf den Ganges hinaustreiben. Ein bewegender Moment, der Sie noch lange begleiten wird.

8. Tag – Bootsfahrt auf dem heiligen Ganges

Vor Sonnenaufgang fahren Sie mit dem Boot auf den heiligen Ganges hinaus, wo fromme Hindus bereits dabei sind, ihre rituellen Waschungen vorzunehmen. An den Ufern üben sich junge Männer im Yoga, ältere sitzen mit geschlossenen Augen in Meditation versunken da. Ganz eindeutig schlägt hier das Herz der Stadt.

Im Anschluss spazieren Sie durch die verwinkelten Gässchen, die über 2.000 Tempel und Schreine beherbergen. Die größeren Straßen sind voller Menschen, die ihrem geschäftigen Treiben nachgehen und in ihrer bunten Kleidung ein Meer aus Farben bilden. Lassen Sie sich vom Trubel durch die lebendigen Straßen Varansis tragen und besuchen Sie nach einer ausgedehnten Pause im Hotel die beeindruckenden Tempel der Stadt. Zu den berühmtesten gehören der rote Durga-Tempel aus dem 18. Jahrhundert oder der Bharat Mata Mandir, der Indien selbst gewidmet ist.

9. Tag – Spaziergang durch Varanasi

Was Sie heute unternehmen, entscheiden Sie selbst. Möchten Sie am Ganges entlang spazieren und sich unter die Hindus mischen, die hier ihre Gebete sprechen? Oder den goldenen Vishwanath-Tempel besuchen, einen der bekanntesten Shiva-Tempel der Stadt? Folgen Sie Ihrer Intuition und lassen Sie sich durch diese chaotische Stadt treiben, die uralt und dennoch lebendig ist.

10. Tag – Fahrt nach Rishikesh, der Hauptstadt des Yoga

Nach dem Frühstück werden Sie zum Flughafen gebracht, um von dort nach Delhi zu fliegen. Der Flug dauert nur eineinhalb Stunden. Im Anschluss fahren Sie in fünf bis sechs Stunden nach Rishikesh, die nördlichste Stadt Ihrer Indienrundreise.

11. Tag- Unterwegs zu heiligen Pilgerstätten

Ihr erster Morgen in Rishikesh beginnt mit Hatha Yoga und einem herzhaften Frühstück. Im Anschluss haben Sie den ganzen Tag Zeit, Rishikesh mit einem Guide zu erkunden, der Ihnen die zahllosen Schreine und Tempel zeigt, die diese Stadt ausmachen. Rishikesh zieht viele gläubige Hindus an, die ihren Göttern in den heiligen Schreinen näher kommen wollen. Sie mischen sich unter die Pilger und besuchen beispielsweise den sandsteinfarbenen Lakshman-Tempel, um den sich geheimnisvolle Legenden ranken, und den Parmarth-Tempel, in dem hinduistische Mythologie zum Leben erwacht. Der Glaube, den diese Stadt seit jeher durchdringt, ist immer noch spürbar.

Am Nachmittag besuchen Sie Haridwar, einen Ort, der bereits in heiligen Hindu-Schriften erwähnt wird und Teil uralter Mythen ist. Millionen Pilger kommen jedes Jahr hierher, um Buße zu tun und sich zu reinigen. Am Abend nehmen Sie an einer Feuerzeremonie teil. Genießen Sie die Magie, die in der Luft liegt!

12. Tag – Zu Gast in indischen Ashrams

Nachdem Sie mit Yoga in den Tag gestartet sind, besuchen Sie einige Ashrams, die Rishikesh bereichern. Ihr Guide führt Sie zum Shivananda Ashram, dessen Lehren auch im Westen bekannt geworden sind, und zum Swarg Ashram, wo sich Yogis seit jeher zu Hause fühlen. Sie haben genug Zeit, diese inspirierenden Orte kennen zu lernen, sich von ihrer Energie anstecken zu lassen und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Am Abend sind Sie bei einer Feuerzeremonie dabei, die von hoffnungsvollen Gebeten begleitet wird. Umgeben von nächtlicher Dunkelheit ziehen unzählige Butterlampen auf den Ganges hinaus und nehmen die Wünsche der Gläubigen mit sich.

13. Tag – Unterwegs in Rishikesh

Nach Ihrem morgendlichen Yoga-Unterricht haben Sie den ganzen Tag zur freien Verfügung: Sehen Sie sich in den beeindruckenden Tempeln Rishikeshs um oder schlendern Sie am heiligen Ganges entlang. Tun Sie das, wonach Ihnen gerade ist, und genießen Sie die Fülle der Stadt!

14. Tag – Fahrt nach Delhi und Abreise oder Fortsetzung mit weiteren Reise-Bausteinen

Heute machen Sie wieder Yoga und fahren dann in fünf bis sechs Stunden nach Delhi. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Nordindienrundreise verlängern und weitere Bausteine dazu buchen (s. unten). Gerne helfen wir Ihnen bei der Konfiguration und finden Bausteine für Sie, die besonders gut zusammenpassen. So erhalten Sie eine maßgeschneiderte Reise, die zu Ihnen und Ihren individuellen Bedürfnissen perfekt passt.

UNTERKÜNFTE

Komfortable Hotels für ruhige Nächte

Alle Hotels dieser Rundreise hat Wainando für Sie nach strengen Kriterien ausgewählt: Guter Service, stilvolles Ambiente und gemütliche Zimmer bieten einen idealen Rahmen, um nach einem erlebnisreichen Tag zu entspannen.

In Kalkutta bleiben Sie zwei Nächte im eleganten 4-Sterne-Superior-Hotel ITC Sonar. Die Zimmer sind mit Klimaanlage, Safe, Kühlschrank sowie Kaffee- und Teekocher ausgestattet. Wenn Sie möchten, können Sie das hoteleigene SPA und den Außenpool nutzen.

Das 3-Sterne-Hotel Anand International in Bodhgaya ist zentral gelegen, so dass Sie die Sehenswürdigkeiten von Bodhgaya schnell und problemlos erreichen. Alle Zimmer sind mit TV, Ventilator, Klimaanlage und Kaffee- und Teekocher ausgestattet. (3 Nächte)

In Varanasi übernachten Sie im geschmackvoll eingerichteten 4-Sterne-Hotel Rivatas By Ideal. Hier können Sie rund um die Uhr Essen aufs Zimmer bestellen. Die Zimmer sind mit Kaffee- und Teekocher, TV, Telefon, Safe, Minibar, Föhn, Bügeleisen, Bademänteln und Hausschuhen ausgestattet. Fühlen Sie sich wie zu Hause und genießen Sie das luxuriöse Ambiente. (3 Nächte)

In Rishikesh verbringen Sie vier Nächte im 3-Sterne-Boutique-Hotel Ganga Kinare. Hier treffen Moderne und Tradition aufeinander: Während Sie es sich in einem modern eingerichteten Zimmer gemütlich machen, fließt vor Ihrem Fenster der heilige Ganges vorbei. Die Zimmer sind mit TV, Safe, Minibar, Klimaanlage, Wifi und Föhn ausgestattet. Wenn Sie möchten, können Sie auf Ihrem Zimmer essen.

LEISTUNGEN

Preise für Termine 16.4.2019 bis 30.9.2019: buchbar ab 1 Personen

  • Bei Buchung von 3 Personen: ab 1.535 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Bad, ab 1.975 Euro pro Person im Einzelzimmer mit Bad
  • Bei Buchung von 2 Person: ab 1.680 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Bad
  • Bei Buchung von 1 Person: ab 2.995 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Bad
  • Als Gruppe auf Anfrage

Preise für Termine 1.10.2019 bis 15.4.2020: buchbar ab 1 Personen

  • Bei Buchung von 3 Personen: ab 1.695 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Bad, ab 2.335 Euro pro Person im Einzelzimmer mit Bad
  • Bei Buchung von 2 Person: ab 1.860 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Bad
  • Bei Buchung von 1 Person: ab 3.355 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Bad
  • Als Gruppe auf Anfrage

Inklusivleistungen:

  • 12 Übernachtungen im Doppelzimmer in Hotels der Mittelklasse inkl. Frühstück
  • 1 Übernachtung im Nachtzug von Kalkutta nach Gaya zur Weiterfahrt nach Bodhgaya inklusive Frühstück
  • Stadtführung mit einheimischem, englischsprachigem Guide
  • Bootstour in Varanasi
  • Inlandsflug von Varanasi nach Delhi vor der Weiterfahrt nach Rishikesh
  • In Rishikesh morgendliche Yoga-Stunde (45 min) mit Hatha-Yoga und Pranamaya-Übungen mit einem Yoga-Lehrer (englischsprachig), Abends (30 min) Meditation und Yoga Nidra mit einem englischsprachigen Lehrer/in im Hotel in Rishikesh
  • Yogamattenverleih
  • Alle benötigten Transferfahrten und Touren laut Programm im klimatisierten Fahrzeug mit Fahrer sowie die angegebenen Stadtrundfahrten
  • Eintrittsgelder für die Besichtigungen laut Programm
  • Alle aktuell geltenden Steuern

Nicht im Preis enthalten:

  • Internationaler Flug
  • Persönliche Ausgaben (Trinkgelder, Ayurveda-Behandlungen, usw.)
  • Versicherungen
  • Visa-Gebühren

Zubuchbare Leistungen:

  • 12 Mal Mittagessen (festgelegtes Menu) in örtlichen Restaurants: 149,00 Euro pro Person
  • 9 Mal Abendessen (festgelegtes Menü) in Hotels: 163,00 Euro pro Person
  • Gerne können Sie für die gesamte Reise einen deutschsprachiger Reiseleiter buchen, der Sie auf der Reise begleitet. Der Aufschlag hierfür beträgt 1.495 Euro für alle Reisenden zusammen.

Weitere Informationen:

Persönliche Yogamatten werden zur Verfügung gestellt und im Fahrzeug mitgeführt.

 

Hinweis:

Von Mai bis Juni ist das Klima sehr heiß und es erwartet Sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. In diesen Monaten versuchen wir alle Besichtigungen und Touren so früh wie möglich zu organisieren, so dass Sie am frühen Nachmittag entspannen können.

Beim Programm und der Hotelauswahl kann es in einem Land wie Indien immer mal wieder zu Änderungen kommen. Sollte dies der Fall sein, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.

Es gelten stets die AGB von Wainando Travel GmbH. Änderungen sind vorbehalten.

Länderinfo

Wainando - Indien

Land & Leute

Ein Urlaub in Indien gleicht einer Reise durch verschiedene Welten: Verschneite Berggipfel und ausgedörrte Wüsten, Traumstrände und dichter Dschungel – Indien ist so vielfältig wie kaum ein anderes Land der Erde. In jedem Winkel prallen Tradition und Moderne aufeinander.

Die Millionenstädte sind laut und voller Menschen. Hochmoderne Luxushochhäuser grenzen an bettelarme Slums. Auf den Straßen kommen sich Autos, Rikschas und heilige Kühe in die Quere. Verschiedenste Ethnien, Sprachen und Wertvorstellungen treffen aufeinander. Orte der Spiritualität und Geruhsamkeit, wechseln sich ab mit lebhaften Festivals. Die unzähligen Tempel und Paläste sind für uns neu und faszinierend zugleich. In den verwinkelten Gassen und turbulenten Basaren liegt der Duft von Räucherstäbchen in der Luft. Es riecht süßlich, warm, scharf und streng. Nach Erde, Früchten und Gewürzen.

Wenn Sie das erste Mal nach Indien kommen, wird Sie das Land sehr überraschen – und manchmal herausfordern: Unfassbare Armut und strenge Klassenunterschieden gehören zum alltäglichen Straßenbild. Indiens Bürokratie gleicht einem stets wachsenden Monster. Und auch die unglaublichen Menschenmassen kosten Nerven. Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken! Denn hinter all dem steckt ein pulsierendes, abwechslungsreiches und zu tiefst beeindruckendes Reiseland.

Um Indien zu begreifen, sollten Sie nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hasten, sondern sich Zeit nehmen, um sich in die fremde Kultur hineinzufühlen. Der Subkontinent ist wie ein buntes Kaleidoskop voller Farben und Gerüche. Lassen Sie sich verzaubern und entdecken Sie die schier unendlichen Möglichkeiten . Egal, ob Sie die fremde Kultur kennenlernen wollen, auf der Suche nach Erleuchtung sind oder die Reise nutzen, um zu sich selbst zu finden: Nach einer Indien-Reise behaupteten viele, nicht mehr der- oder dieselbe zu sein.

Landessprache

Hindi und Englisch gelten als offizielle Landessprache. Außerdem sind offiziell 21 regionale Sprachen anerkannt, die teilweise auch über völlig eigene Schriftzeichen verfügen.
Es kann Ihnen passieren, dass Sie in einigen Landesteilen wie zum Beispiel im Süden auf Englisch besser als auf Hindi verstanden werden. Mit einem Lächeln und ein paar freundlichen Gesten kommen Sie jedoch überall weiter.

Religionen & Spiritualität

Indien ist Schmelztiegel von Religionen und Quelle für Spiritualität. Diese spielen im Alltag der Inder auch heute noch eine bedeutende Rolle. Gläubige drängen sich in den zahllosen Tempeln, Moscheen, Kirchen und an den vielen heiligen Orten. Überall im Land stehen geweihte Schreine, die bunte Blumenkränze schmücken. Und wenn Sie Lust haben im Taxi zu meditieren oder Mantras zu singen, wird sich kein Fahrer daran stören.
Über 80 Prozent der Inder sind Hindus, etwa 13 Prozent bekennen sich zum Islam, zweieinhalb Prozent zum Christentum und zwei Prozent gelten als Sikhs. Des Weiteren prägen Buddhisten, Jainisten, Parsen, Juden und viele andere Indien.

Wenn Sie einen Hindu-Tempel in den Bundesstaaten Tamil Nadu oder Kerala besuchen möchten, müssen Sie laut aktuellen Vorschriften traditionelle indische Kleidung tragen. Männer ziehen am besten lange Hosen und ein traditionelles Dhoti-Shirt oder weite Pajamas mit Kurta oder Sherwani (knielange Hemden) an. Frauen kaufen sich am besten einen Sari, eine lange Kurta mit Pajama-Hose und Schal oder einen langen Rock mit Bluse und Schal (Pavadai Thavani). Die Verkäufer vor Ort beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Auswahl passender Kleidungsstücke.

Klima & Reisezeit

Das Klima hängt stark vom jährlichen Monsun ab. Im April, Mai und Juni liegt drückende Hitze und ermüdende Luftfeuchtigkeit über dem Land. Der Monsun wälzt sich vom Süden nach Norden. Wie schon die britischen Kolonialherren vor hundert Jahren entkommen Sie der Hitze am besten in den angenehm kühlen Bergen und dem Hochland im Süden.

In der Hauptsaison zwischen Dezember und März herrscht recht angenehmes Wetter. Im Dezember und Januar ist es im Norden kühl bis kalt, vor allem in Richtung Himalaya. Ab Februar steigen die Temperaturen in ganz Indien. Für eine Reise in den Bundesstaat Ladakh eignet sich besonders die Zeit von Juli bis Anfang September. Bergpässe und Wanderwege sind weitgehend schneefrei und die Temperaturen sind mild.

Ab Herbst ist die Luft nach der langen Monsun-Zeit sehr angenehm. Gelegentlich entleeren sich die Wolken an der Südspitze und Südostküste Indiens noch in heftigen Regenschauern. Es ist noch nicht zu heiß, der Regen hat Luft und Land reingewaschen und die ganze Blütenpracht entfaltet sich.

Zeitverschiebung

Die Indische Standardzeit (Indian Standard Time = IST) ist der Mitteleuropäischen Zeit viereinhalb Stunden voraus. Während der Sommerzeit ist der Zeitunterschied zu Deutschland nur 3,5 Stunden.

Währung & Zahlungsmöglichkeiten

Indiens Währung ist die Indische Rupie (INR). In den meisten städtischen Zentren gibt es Geldautomaten. Es ist jedoch ratsam, Bargeld oder Reiseschecks als stille Reserve mitzunehmen. An vielen Orten kann mit US-Dollar bezahlt werden. Als Kreditkarten nutzen Sie am besten MasterCard oder Visa, die unter anderem an Geldautomaten größerer Hotels und in Einkaufszentren akzeptiert werden.

Unterwegs im Land

Indien hat ein enges Verkehrsnetz aus unzähligen Bus-, Flug- und Bahnverbindungen. Fahren Sie bei dem chaotischen Straßenverkehr und den häufig dürftigen Straßen besser nicht selbst. Leisten Sie sich einen Fahrer mit Auto, was sogar für längere Strecken verhältnismäßig günstig ist.

Essen

Indiens Küche ist hervorragend und auf Grund der Größe des Landes sehr vielfältig. Vor allem Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten wie sonst in keinem anderen Land. Aber auch für Fleischesser ist bestens gesorgt.

Seien Sie vor allem an Straßenständen vorsichtig. Kaufen Sie dort nur Obst, das Sie noch selbst schälen müssen, zum Beispiel die wunderbar reifen Bananen. Verzichten Sie besser auf blutiges Fleisch. Auch von Leitungswasser raten wir dringend ab! Besorgen Sie sich besser in Flaschen abgefülltes Trinkwasser und achten Sie darauf, dass die Flaschen noch deutlich versiegelt sind!

Gesundheit

Aktuelle Empfehlungen für Impfungen und die Reiseapotheke erfahren Sie beim Auswärtigen Amt.

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indien grundsätzlich ein Visum. Mit einem deutschen Reisepass können Sie seit November 2014 bei Ankunft ein spezielles Touristenvisum erhalten. Dafür müssen Sie vor Ihrer Reise eine elektronische Reiseerlaubnis beantragen. Bitte informieren Sie sich hierzu beim Auswärtigen Amt.

Internet & Telefon

Wenn Sie sich hohe Roaming Kosten sparen möchten, besorgen Sie sich gleich nach Ankunft eine SIM-Karte für eines der indischen Handynetze. Die Karten bekommen Sie sogar gleich am Flughafen. Die Netzabdeckung ist in vielen Gebieten Indiens sehr gut. In manchen Bundesstaaten sind die Sicherheitsbestimmungen jedoch sehr hoch. Hier kann das Telefonieren mit dem Handy manchmal mehr Geduld erfordern.

WLAN finden Sie in manchen Unterkünften und in den vielen, auch in Indien sehr beliebten Coffee Shops.

Gut zu wissen

  • Feiertage und Festivals sind untrennbare Teile von Indiens Kultur. Viele davon finden in der Hauptreisezeit im Januar/Februar statt. Es ist unglaublich inspirierend tiefer in die Variationen des indischen Kulturschmelztiegels einzutauchen und diese am eigenen Leib zu erleben. Bitte beachten Sie Dies kann durchaus mal zu erhöhter Lärmbelästigung z. B. durch Feste in den Tempeln der unmittelbaren Umgebung Ihres Resorts führen.
  • „Ja“ bedeutet nicht immer „Ja“. Ein Inder ist immer hilfsbereit und würde niemals eine Bitte mit einem „Nein“ ausschlagen. Bevor ein Fahrer zugibt, ein Hotel nicht zu finden, wird er lieber zehn Mal anhalten und nach dem Weg fragen.
  • Die Bevölkerung ist extrem neugierig. Die helle Haut- und Haarfarbe der Europäer fasziniert die Inder. Stellen Sie sich darauf ein, dass viele Fotos mit Ihnen machen wollen und Sie mit Fragen löchern werden.
  • Geben Sie Bettlern kein Geld auf der Straße. Sonst kann es passieren, dass sich sofort 50 andere Kinder oder Erwachsene mit offenen Händen um Sie versammeln. Spenden Sie lieber im Vorherein an eine Organisation, die dann wirklich dafür sorgt, dass das Geld gleichmäßig verteilt wird.
  • Die linke Hand gilt als unrein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit Ihrer linken Hand essen oder oder sogar jemanden begrüßen.
  • „Namaste“ heißt „Guten Tag“. Das Grußwort nutzen Sie in Indien zu jeder Tageszeit. Dazu falten Sie die Hände vor der Brust zusammen und verbeugen sich leicht.
  • Lichten Sie keine öffentlichen Gebäude ab. An Flughäfen sowie Tempeln gilt ein striktes Fotografie -Verbot.
  • Socken statt Schuhe! Bevor Sie einen Tempel oder ein Privathaus betreten, ziehen Sie die Schuhe aus. Es wäre ein Frevel, wenn der Schmutz der Straße in das Innere des Gebäudes getragen wird. Um sich nicht auf dem heißen Boden die Füße zu verbrennen, sind Socken ratsam.