Kurztrip mit dem Camper: 11 beliebte Wochenendtouren und 6 Geheimtipps in Deutschland

Losfahren und frei sein – das ist der große Reiz des Camping-Urlaubs. Auch wenn du nur wenig Zeit hast, lohnt es sich, seine sieben Sachen zu packen. Denn oft ist es nur ein Katzensprung zu uriger Landschaft oder kulturellen Schätzen. Wir stellen dir tolle Ziele für deinen Kurztrip mit dem Wohnmobil oder Campervan vor, die dir den Frühling, Sommer oder Herbst versüßen. Ein paar einsame Orte und Geheimtipps sind auch dabei.

Inhalt:

  • Meeresluft schnuppern in Norddeutschland
  • Westdeutschland: Metropolen, Dorfidylle und Natur
  • Süddeutschland: Berge, Berge, Berge
  • Ostdeutschland: Elbschlösser und Wasserabenteuer
  • So wird dein Kurztrip mit dem Wohnmobil noch entspannter

Meeresluft schnuppern in Norddeutschland

Norddeutschland eignet sich selbst dann für eine Wochenendtour, wenn du eher in der Mitte Deutschlands leben. Von Bielefeld bis nach Cuxhaven sind es nur drei Stunden Fahrtzeit! Und die Mecklenburgische Seenplatte erreichst du von Leipzig aus in etwa dreieinhalb Stunden. Mit dem Wohnmobil bist du sehr flexibel – auch wenn es „nur“ ein Kurztrip ist!

Mecklenburgische Seenplatte: Sage und schreibe 1.117 natürliche Seen gehören zur Mecklenburgischen Seenplatte. Im größten vernetzten Wassersportrevier Europas kannst du baden, Boot, Floß und Kanu fahren, segeln und angeln. Wandern kannst du in den urigen Buchenwäldern des Müritzer Nationalparks, die zum Weltnaturerbe gehören. Wusstest du, dass die Ivenacker Eichen 1.000 Jahre alt sind? Wenn du Natur mit Kultur verbinden willst, sei dir Schwerin ans Herz gelegt – mitsamt Schloss, Dom und Freilichtmuseum.

Geheimtipp: Bist du schon einmal an einem Moor entlanggewandert? Östlich von Graal-Müritz gibt es ein Küstenmoor, durch das ein neun Kilometer langer Exkursionspfad führt. In diesem Naturschutzgebiet wachsen seltene Orchideen. Die wilde Landschaft eignet sich perfekt für Yoga und Meditation.

Ostsee: Rügen ist klein, aber vielfältig. 60 Kilometer Sandstrand, Kreidefelsen, Buchenwälder, Rapsfelder und Moore wechseln sich ab. Wem Rügen zu touristisch ist, kann sich für Ahrenshoop entscheiden, ein Ort, der wie gemalt wirkt. Reetgedeckte Häuser, Zeesenboote im Hafen, einsame Strände und ein Sinn für Kunst macht den Ostseebade-Ort aus.

Nordsee: Sylt gilt aufgrund der vielen schönen Boutique-Hotels als Königin der Nordsee. Wem es hier zu glamourös ist, könnte mit Amrum richtig liegen. Die kleinste nordfriesische Insel ist ruhiger und hat ebenfalls schöne weiße Sandstrände – manche sind einen Kilometer weit!

Westdeutschland: Metropolen, Dorfidylle und Natur

Auch NRW und angrenzende Bundesländer bieten sich für einen abwechslungsreichen Kurztrip mit dem Wohnmobil an. Viele Wohnmobiltouren sind auch für Camping-Anfänger gut geeignet, da sich Stadt und Land abwechseln und du in Ruhe austesten kannst, was zu dir passt.

Ruhrgebiet: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Museen für moderne Kunst wie hier. Das Ruhrgebiet eignet sich natürlich besonders für Städtereisen, weil es nur ein Katzensprung von einer Stadt zur anderen ist. Aber auch auf dem Land gibt es einiges zu entdecken: Auf der Bislicher Insel gibt es große naturnahe Auenlandschaften und ein Vogelschutzgebiet. Mit 60 Campingplätzen im gesamten Ruhrgebiet hast du reichlich Auswahl für deine Wohnmobil-Wochenendtour.

Geheimtipp: Rund 100 Kilometer von Dortmund entfernt befindet sich die Moosheide. In diesem ruhigen Naturschutzgebiet entspringt die Ems. Aber noch viel wichtiger: Hier lebt die älteste und nach wie vor wilde Pferderasse Deutschlands!

Saarland: Die Saarschleife gilt als schönste Flussschleife Deutschlands. Vom Baumwipfelpfad aus kommt sie besonders gut zur Geltung. Mehr Kultur, genauer gesagt Industriekultur, erwartet dich in der Völklinger Hütte. Sie gehört zum Weltkulturerbe: Das ehemalige Eisenwerk wurde für die Auszeichnung als „historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ nominiert.

Geheimtipp: Eine tolle Route für den Camper-Kurztrip ist die Barockstraße Saarpfalz. Sie ist einerseits landschaftlich reizvoll, andererseits gibt es hier echte Perlen aus dem Barock zu sehen. Zum Beispiel in der Kleinstadt Blieskastel, wo sich eine alte Grafen-Residenz befindet.

Süddeutschland: Berge, Berge, Berge

Zu den beliebten Wohnmobil-Reisezielen zählt natürlich auch Bayern. Alpenpanoramen, klare Bergseen und Waldeinsamkeit helfen dabei, den Alltag hinter sich zu lassen.

Allgäu: Das Allgäu hat viele schöne Ausflugsziele. Zum Beispiel die Königsrunde am Tegelberg, die neben spektakulären Ausblicken auch kurzweilige Geschichten über die Familie von König Ludwig bietet. Schloss Neuschwanstein ist ganz in der Nähe. Wer Musik liebt, kommt beim Oberstdorfer Musiksommer auf seine Kosten – und zwar auf 2.000 Metern Höhe! Hier lauschst du Klassik vor großartigem Alpenpanorama.

Geheimtipp: Nordwestlich vom Allgäu befindet sich die Schwäbische Alb. Bereits vor 40.000 Jahren lebten Menschen am Blautopf, einem See, dessen Farbenspiel auch heute noch in den Bann zieht. Die Blautopf-Stadt Blaubeuren ist ebenfalls einen Besuch wert: Verwinkelte Gassen, malerische Fachwerkhäuser und vor allem die vielen Wasserläufe brachten der Stadt den Beinamen „Klein-Venedig“ ein.

Bayerischer Wald: Hier darf Natur noch Natur sein! In der größten Waldlandschaft Mitteleuropas leben seltene Tierarten wie Luchse und Fischotter. Wenn die Dämmerung hereinbricht, legen sich zarte Nebelschleier über die friedlichen Bergrücken. Mittelpunkt ist das Nationalparkzentrum Lusen, das zu den Hauptattraktionen zählt. Besonders schön ist der Baumwipfelpfad!

Oberbayern: Der Nationalpark Berchtesgaden ist Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark. Ein unberührtes Fleckchen Erde, wo sich Enzian und Edelweiß gute Nacht sagen und Steinadler und Murmeltiere zu Hause sind. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Königssee, der besonders malerisch zwischen steilen Berghängen liegt. Hier kannst du ein kurzweiliges Wohnmobil-Wochenende verbringen.

Schwarzwald: Das Mittelgebirge ist ein beliebtes Ziel für Camper – auch wegen der guten Infrastruktur. Auf der Schwarzwaldhochstraße hast du immer wieder schöne Panorama-Ausblicke in die Umgebung, zum Beispiel auf die malerischen Berge und bei gutem Wetter bis nach Strasbourg und die Vogesen. Faszinierende Fotomotive gibt es auch am klaren Titisee und in einer der schönsten Städte der Region: Freiburg.

Geheimtipp: Der Schwarzwald ist auch fernab der üblichen Touristen-Highlights ein Kraftort und immer eine Reise wert. Entdecke doch mal die Umgebung rund um das Nationalparkzentrum am Ruhestein. Von hier aus kannst du den romantischen Pfad zum Wildsee wandern, der eine ganz besondere Ruhe ausstrahlt. Und ganz in der Nähe liegen die Wasserfälle “Allerheiligen” bei einer Klosterruine. Und nicht zu vergessen die badische Weinstraße, die sich am Fuße des Schwarzwalds durch zauberhafte kleine Blumenörtchen schlängelt. Sie sind für ihre hervorragende badisch-elsässiche Küche bekannt.

Ostdeutschland: Elbschlösser und Wasserabenteuer

Im Osten Deutschlands gibt es ebenfalls schöne Reiseziele, die du mit dem Wohnmobil ansteuern kannst.

Elbetal: Warst du schon einmal in Dresden? Das Elbtal gehört zum Weltkulturerbe: Von einem historischen Raddampfer aus kannst du den Blick über die Stadt, Weinberge, Fischerdörfer und natürlich die drei prächtigen Elbschlösser schweifen lassen. Englischer Hofgärten, orientalische Ornamente und klassizistische Architektur sorgen für viel Abwechslung. Deinen Camper kannst du direkt auf dem Camping-Platz im Biosphärenreservat Elbtalaue abstellen.

Geheimtipp: Das Zittauer Sandsteingebirge sticht mit seinen außergewöhnlichen Felsformationen und den erloschenen Vulkanen hervor. Auf 300 Kilometer langen Wanderwegen gibt es viel zu sehen!

Brandenburg an der Havel: Hier haben Camper die seltene Gelegenheit, direkt in der Innenstadt übernachten zu können. Die Stadt ist vor allem für Wassersportler interessant, denn hier befindet sich Europas größtes Binnenwassersportrevier.

Unsere Tipps für deinen Camper-Kurztrip:

Auch in zwei bis drei Tagen kann man sich richtig erholen. Wenn man weiß, wie!

  • Im Voraus buchen: Wenn du in der Hauptsaison unterwegs bist, ist eine Reservierung sinnvoll. So musst du nicht von einem Camping-Platz zum nächsten fahren, um noch einen Platz zu ergattern.
  • Oder spontan reisen: Wer in der Nebensaison unterwegs ist und spontan ist, kann es auch drauf ankommen lassen. Das funktioniert vor allem dann, wenn du offen bist und es nicht ein ganz bestimmter Stellplatz oder Ort sein muss. Gerade bei den weniger gut ausgestatteten Anlagen oder bei Camping-Plätzen im Hinterland ist häufig noch etwas frei.
  • Last-Minute-Angebote: Spontanität hat einen weiteren Vorteil: Du kannst günstige Last-Minute-Angebote nutzen.
  • Brückentage: Schau am besten gleich nach, ob demnächst wieder ein Feiertag ansteht, der auf Montag, Dienstag, Donnerstag oder Freitag fällt. So ist keiner oder nur ein Urlaubstag nötig, um das Wochenende bequem zu verlängern.
  • Gut ausgestatteten Camper mieten: Idealerweise sind Geschirr, Besteck und Campingmöbel standardmäßig dabei. Wenn Geschirrtücher, Putzlappen, Spülmittel und Toilettenpapier ebenfalls zur Grundausstattung gehören, sparst du Zeit bei den Vorbereitungen. Für ein Wochenende reicht eventuell ein kompakter Camper – wer mehr Platz braucht, mietet ein größeres Wohnmobil.
  • Kurze Anreise: Je kürzer die Anfahrt, desto mehr hast du vom Wochenende.
  • Slow Travel: Ein Kurztrip mit dem Wohnmobil mag dazu verleiten, in zwei oder drei Tagen möglichst viel sehen zu wollen. Aber dann kommst du vielleicht gestresster nach Hause, als du losgefahren bist. Nimm dir lieber weniger vor, aber genieße deinen Urlaub ganz bewusst. Statt eine Liste abzuhaken, mach doch einfach, wonach dir gerade ist.

Jetzt bist du bestens gerüstet für deinen Kurztrip mit dem Wohnmobil. Wenn du weitere Tipps hast, freuen wir uns über Kommentare!

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